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Im Dezember erreicht mich die Mail mit der Anmeldung zur Deutschlandtour 2026. Das Jedermannrennen soll in Heilbronn stattfinden, also quasi vor der Haustür. Ich überlege nicht lange und melde mich für die lange Tour an, ohne zu wissen, wo die Strecke entlang geht. Ich denke mir, so lern ich ein paar neue Strecken kennen. 

Das die Strecke westlich von Heilbronn in mir größten Teil bekanntem Gebiet verläuft, erfahre ich dann erst später. Es ist die Strecke, die auch die Profis fahren werden. Geil!

Deutschlandtour 2026

Am Starttag stehe ich dann in Block B bei noch kühlen Temperaturen. Um 8:15 Uhr startet der Block A, unser Block dann ein wenig später. Es geht mit teilweise 50 km/h hinaus aus Heilbronn. Es ist es noch an einigen Stellen nebelig. Die Straßen sind breit, super abgesperrt, Hindernisse gut abgesichert. Viel besser als bei anderen Jedermannrennen. Nach 20 km ist die Streckenteilung der 60 und 118 km Runde. Bald kommt dann der erste harte Ansteig in Stockheim. Ich benötige hier knapp 6 min für die 1,6 km, die Profis fahren hier 3 min schneller hoch. Es bilden sich nun immerwieder kleine Gruppen, Löcher stopfen und lutschen ist angesagt. Der Wind ist gnädig mit uns und die Sonne kommt immer mehr raus, fantastisches Wetter zum Rennradfahren. So gehen die Km dahin. Bei Km 70 kommt die Verpflegungsstation. Ich habe noch zu Trinken und sollte damit durch kommen. Der Ehrgeiz sagt fahr weiter. Nach dem Anstieg bei Km 80 kommt dann ein längeres Flachstück, zum Gück kommt eine größere Gruppe von hinten, so kann ich Kraft sparen, zuvor waren wir zu dritt unterwegs. Schnell kommen wir nach Heilbronn und dann zum Anstieg Jägerhaus, den die Profis 3* befahren. Hier ist die Stimmung super. Das motiviert nochmal alles zu geben. Danach geht es mit nur noch einer kleinen Welle ins Ziel, wo alle Teilnehmer mit ohrenbetäubendem Bandenklatschen über die Ziellinie getrieben werden. 

Ich schau auf die Anzeige, 3:36 Stunden, die sind wie im Fluge vergangen. Aber sie waren auch hart. Jetzt verpflegen mit Bananen, Äpfeln, Melonen, Riegeln, alles was der Sponser hergiebt.

Später stell ich mich an die Strecken 100 m vom Ziel entfernt. Vor den Profis kommen die Kleinsten zum Zuge. Zusammen mit Jens Voigt fahren sie eine Runde auf der Zielgeraden. Es ist eine Freude die strahlenden Gesichter zu sehen. Danach kommen dann mehrere Laufradrennen der Allerkleinsten. Einige von den Zwergen sind dann doch überfordert (Lärm, zu viele Menschen, ...) und es fliessen Tränchen. Aber alle kommen ins Ziel laufend oder sie werden getragen. 

Dann kommen die Profis. 3 mal kann ich sie kurz an mir vorbei flitzen sehen. Die Geschwindigkeit ist atemberaubend. Isaac del Torro wird auf den letzten Metern von Paul Magnien übersprintet. War super spannend.

Es hat sich gelohnt hier dabei gewesen zu sein.