Der schrecklich schnelle Sven schläg wieder zu, 3. und 1. Platz:

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Sensationell!!

Nächstes Jahr sollten wir wieder als Team an den Start gehen.

Foto: Stephan Maka | LIFE-PHOTO

 Nachfolgend der Bericht von Sven....

 

Skoda Velotour 2017 Eschborn-Frankfurt - Rund um den Finanzplatz

Mit der Skoda Velotour hatte ich noch eine dicke Rechnung offen. Nachdem mich 2016 falsche Ergebnislisten vor der Siegerehrung nach Hause getrieben hatten, musste es dieses Jahr mit einem Podestplatz klappen. Angepeilt hatte ich als Neu-50er den Sieg in der Masters 3 Wertung, dazu musste "nur" die Vorjahresleistung her. Am Ende wurde es auf der 110km-Strecke obendrein sogar Platz 3 der Gesamtwertung. Auch Eberhard landete mit Platz 9 in den Top10 und verpasste das Podium der Masters 2 nur ganz knapp. Erste Sahne! Und wie lief das nun: Prolog: Die Anreise mache ich am Sonntagmorgen. Die Strecken haben sich geändert und ich fahre als Vorbelastung noch die Schlussschleife über den Mammolshainer Hang. Dabei mag mir gar nicht gefallen, dass das 125km-Rennen nach einer steilen Abfahrt im engen Ortskern von Bad Soden auf die kürzeren Renndistanzen trifft. Hier keimt der Entschluss, bei schlechtem Wetter die 110km zu fahren. Die Anmeldung war dann schnell erledigt, die Mikroportion bei der Pastaparty leider auch. Nach dem Anbringen von Startnummer und Transponder blieb noch das Problem: Welche Klamotten sind richtig? Warm wird es jedenfalls nicht. Die Frage ist nur: wie nass? Ich lege mir zwei Garnituren zurecht und wähle die leichtere am Morgen. Doch vor dem Start sorgt noch das Mercure Süd für einen Aufreger. Die haben mal eben vergessen, mich fürs Frühstück einzutragen. Nach kurzem Disput kann ich noch ein paar Kalorien tanken.

Kapitel 1:

Überleben in Frankfurt Nach ein paar Aufwärm-Runden geselle ich mich zu Eberhard und René in den Startblock. Die Nervosität steigt. Um 8:45 rollen wir dann los, die erste Stunde durch Frankfurt ist wie immer Stress pur. Als ob die Teilnehmer nicht schon genug für kritische Situationen sorgen, helfen die Veranstalter nach. Eine Absperrung blieb halb auf der Strecke stehen. Irgendwie kommen wir durch und ich sehne mir den Feldberg herbei.

Kapitel 2:

Vorne über den Feldberg Endlich Oberursel, die Kurzstreckler biegen ab und am Feldberg wird das Feld schön lang. Jetzt heißt es aufpassen und dranbleiben. Ein paar Mal gibt es Tempoverschärfungen, denen immer wieder ein paar zum Opfer fallen. Ab Sandplacken geht dann der Puls bis auf 180 hoch. Schön, die Spitzengruppe ist keine 15 Fahrer mehr stark.

Kapitel 3:

Dranbleiben über die Hügel? Mist, ausgerechnet jetzt bei der Abfahrt fängt der Regen an. Die vorherige Trockenheit verheißt schmierige Straßen. Also lieber vorsichtig. Das bedeutet aber auch Abstand zu den Vorausfahrenden. Der Regen wird heftig, wir tauchen am Fanclub Müller & Co. in Niederreifenberg vorbei. Die Schriftzüge auf der Straße sind schon weggewaschen. Hinterher sollte ich erfahren, dass es nur zwei Grad oben am Feldberg hatte. Kurz danach gelingt es einer Vierergruppe mit gleich drei Strassacker-Fahrern wegzukommen. Der Vorsatz, keinen wegzulassen ist damit verfehlt.

Kapitel 4:

Tempo, Tempo Es dauert eine Weile, bis sich die verbliebene 7er-Gruppe im Flachstück zu abwechselnder Führungsarbeit findet. Ich bin mit einigen anderen oft in der Führung. Die Kräfte schwinden und Kälte und Nässe gehen bis an die Knochen. Spaß macht das nicht wirklich. In Bad Soden treffen wir auf die von der 80km Strecke. Die sind satte 30km langsamer, es wird zur Slalomfahrt bei glitschigem Untergrund.

Kapitel 5:

Zum Ziel Ein aufgepumpter Torbogen erinnert mich daran, dass ich mich entscheiden muss. Die Beine sind tot, mir ist saukalt und auf die Extraschleife kann ich verzichten. Also auf die Strecke zum Ziel. 110km sind auch genug. Wir sind nur zu dritt. Sind wir etwa die Ersten? Die letzten Kilometer wechseln wir ordentlich ab, am Ende reagiere ich zu spät, um vielleicht noch mitsprinten zu können. So rolle ich hinter den beiden anderen ins Ziel. Geschafft.

Kapitel 6:

Zittern bis zum Ergebnis Im Ziel schlägt die Kälte voll zu. Auch die Weste und deponierte Jacke helfen nur wenig. An einem italienischen Tourismus-Stand ergattere ich einen heißen Kaffee. Der will nur nicht im Becher bleiben, so sehr zittere ich. Von anderen erfahre ich, dass es tatsächlich der dritte Platz in der Gesamtwertung geworden ist, genial. Bis zur Siegerehrung bleibt noch Zeit für eine heiße Dusche im Hotel. Ich ziehe alle Klamotten an, die ich finden kann und fahre zur Siegerehrung zurück. Ich darf sogar zweimal aufs Podium, als dritter der Gesamtwertung und als Sieger der Masters 3 Wertung.

Epilog:

Bei weiterhin herrlich kaltem Dauerregen mache ich mich noch auf, einen Weg am Profirennen vorbei zu Müllers in Niederreifenberg zu finden. Dank einer zusätzlich gebuchten Übernachtung kann ich dort den begeisternden "Fanclub" Müller & Co. besuchen. Nach einer Ewigkeit klappt es endlich und in der warmen Hütte von Jupp, leckeren Schnittchen und jeder Menge Kaffee werde ich wieder lebendig. Ein herrlicher Abschluss dieses Maifeiertags.

Ergebnis:

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Strava-Fahrt: https://www.strava.com/activities/965755174

   

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