3:50 Uhr !!!

Ein grauenhaftes Geräusch.Neeeeiiiinnnn das darf nicht wahr sein…Die Nacht ist vorbei. Es gilt: Pfingsten fährt man in Bimbach und wenn man dort nicht wohnt oder zeltet, muß man eben um diese Zeit seine Gebeine aus dem Bett schwingen. Was ist denn das, was mir aus dem Spiegel entgegenblinzelt – ein Waschbär? Nein das muß ich sein…ok…. Das Pavo und Arwen (die Carbonreittiere) sitzen schon im Auto und quengeln. Dauernd fragen sie, wann sind wir da. Nervtötend…Egal,quengelnde Räder können uns (Jürgen und meine kleine Wenigkeit) nicht aus der Ruhe bringen. Es ist Topwetter angesagt.


Zum Massenstart kommen wir selbstverständlich zu spät.Wir sind aber ja keine Massenware und fahren unsere schönen neuen Boschradtrikots spazieren. Also starten wir auch nicht mit der Masse. 213 km und 3500 hm liegen laut Flyer vor uns. Ich habe mir geschworen zu fahren wie der Wind damit es meinem Schatz nicht zu langweilig wird mit mir.Wir trampeln auf unseren Reittieren los und genießen es, Eindrücke zu sammeln. Dabei sammeln wir auch ganz viele Leute ein die aber nicht aufgesammelt werden wollen und irgendwann hinter uns bleiben.Ich bin völlig erstaunt, wie viele Leute gekommen sind.Toll,wirklich toll. Es macht riesig Spaß. Prima ausgeschildert reiten wir wie der Wind also durch die Rhön. Anstiege wie die Wasserkuppe sind nicht so sehr steil aber teilweise nicht wenig gemein durch die Länge oder eben dadurch, daß man eine lange Straße die gar nicht steil aussieht vor sich hat und denkt…manno wer hat mir den Kaugummi unter den Reifen geklebt? FRECHHEIT….Freundlicherweise darf ich an den Verpflegungen mehr als 30 Sekunden stoppen (das ist der Frauenbonus) und werde an den Anstiegen geschoben, damit es Jürgen eben net zu langweilig wird und ich mir ein paar Pulsschläge sparen kann. (das ist auch der Frauenbonus,ätsch….) Es will sich nicht so richtig eine Gruppe bilden – ich muß trotzdem beim Nase putzen aufpassen, das ist nämlich ganz böse wenn Frau… und plötzlich ist da jemand…weia. Ich glaube das ist das Pavo - es schaut so grimmig.Jürgen arbeitet die ganze Zeit im Wind. Überirdisch,der Ausblick ist ja prima…jipppieehhh ja ja ….ich schaue manchmal auf meinen Garmin und denke ich sehe nicht richtig….Nein unmöglich so schnell bin ich noch nie gefahren….Einer der Gastronomiestops ist gar net gut - ich denke: soll ich das gleich auf den Lenker verteilen oder soll ich bis im Ziel warten. Es dauert eine Weile aber mein Mageninhalt hat es sich dann doch anders überlegt und für drinbleiben entschieden. Prima ich erhole mich wieder und muß nur zweimal bitte einen Tick langsamer rufen. Drei Jungs fahren dann doch mal unser Tempo aber Frau macht mal wieder einen ihrer unbeliebten Ausreißer – das ist böse Frau, das macht man(n) net, das muß Frau noch lernen. Leider ist keine Ecke da wo ich hätte reingehen können zum Schämen also bleibe ich halt auf Arwen sitzen und reite weiter wie der Wind meinem Herr und Gebieter hinter her. Im Ziel angekommen ruhen Arwen und Pavo (Ladys first) sich am Zelt aus während die Boschklamotten-zur-Schausteller sich den halben Vorrat Cola Apfelschorle und Wasser ordern und in sich hineinschütten. Es sind nur 7:43 h vergangen seit wir Pavo und Arwen über die Startlinie rollen ließen. Was für ein wundervoller Tag….

 

 


   

Vereinskalender  

   
© 2017 - Bosch Radsportgruppe e.V.