Wintertraining auf Gran Canaria oder Kehrwoche auf Gran Canaria mit Axel und Andy

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1. Tag Playa del Ingles - Soria - Ayacata - Fataga - Playa del Ingles

100 km, 2000 Hm

Auf der Küstenstraße geht es nach Arguineguin, dort gehts ab nach Soria, zuerst flach ansteigend, dann bis zu 14%. Vor Soria ist dann der Abzweig zum Alto del Salto del Perro, den ich aber verpasse, weil meine Karte auf dem Garmin mal wieder abgeschmiert ist und ich noch im Hinterkopf habe 'Kaffee in Soria'. Nachdem ich verzweifelt auf Axel warte, fahre ich zurück und nehme den Abzweig zum Pass. Die Straße ist für Radfahrer gesperrt, stört aber keinen. Nach dem Pass gehts kurz runter und dann weiter rauf zum Cruz de San Antonio entlang am See und weiter rauf nach Ayacata. Die Straße wird immer schlechter, man sucht verzweifelt die Ideallinie. Weiter muss man auf autofahrende Touris aufpassen, die gerne mal mitten auf der Straße stehen bleiben, ist ja so schön hier. In Ayacata im Cafe treffe ich den 'Ausreisser' wieder. Zusammen fahren wir nach San Bartolome ab, dann weiter nach Fataga und über den fiesen Gegenanstieg weiter zum Hotel. Ein schöner 1. Tag.

2. Tag Playa del Ingles - Mogan - San Nicolas - Ayacata - Fataga - Playa del Ingles

131 km, ~ 3100 Hm

Heute fahren wir Küstenstraße bis Port de Morgan. Ein ständiges Auf und Ab durch die Touristenhochburgen. Weiter führt uns die Straße weg vom Meer nach Mogan sanft ansteigend. Bis zum Degollada de la Aldea geht es meist bergauf. Von hieraus kann man schon San Nicolas sehen. Dort werden wir eine Kaffeepause einlegen und die Flaschen auffüllen. Von hier aus geht es bis auf 1400m zum Degollada de la Hoya de la Vieja ohne größere Ortschaften. Die ersten 2 längeren Rampen geben schon einen kleinen Vorgeschmack was uns noch erwartet. Am Abzweig nach El Carrizal kommen die Kehren, die Axel mir als Wand beschrieben hat. Mit Steigungswerten bis 21% lt. meinem Garmin, hat man Probleme das Vorderrad auf der Straße zu behalten. Nach dem härtesten Stück kommen immer wieder kleine giftige Rampen, unglaublich. Leider kommt auch noch schlechtes Wetter, es beginnt zu nieseln. Zweimal rutscht mein Hinterrad durch. Oben am Abzweig nach Ayacata ziehen wir alles an, was wir dabei haben. Wir wärmen uns im Cafe in Ayacata auf und hoffen das es aufreisst. Leider beginnt es nur noch stärker zu regnen. Wir fahren im Nieselregen ab. In allen Wetterberichten stand nichts von Regen!!! In Fataga hört es endlich auf zu regnen und in Playa del Ingles scheint sogar die Sonne. Im Hotel schnell in den beheizten Whirlpool, nach 10 min. haben alle meine Körperteile wieder Normaltemperatur.

3. Tag Playa del Ingles - Fataga - San Bartolome - Santa Lucia - El Doctoral - Playa del Ingles

70 km, 1400 Hm

Den Anstieg zum Degollada de las Yeguas nehmen wir ganz locker, oben die schöne Aussicht für ein paar Fotos nutzen, dann weiter nach Fataga und vor San Bartolome, rechts nach Santa Lucia ins Cafe. Herrlich die Sonne nach dem Regen und den kühlen Temperaturen gestern. Wir nehmen die untere Straße, die uns nach Sardinia führt. Die Straße ist ganz neu gemacht und führt an einer kleinen Schlucht entlang. Herrlich, besonders das letzte Stück, das leicht bergab geht. Kurve auf Kurve folgt. Ein Hochgenuss. Die Straße führt uns auf die andere Seite bergab nach Sardinia und El Doctoral. Von hier aus bläst uns der starke Rückenwind zum Hotel.
 
 
4. Tag Playa del Ingles - Fataga - San Bartolome - Tejeda - Pico de la Nieves - Ingenio - Playa del Ingles
 
116 km, 3000 Hm
 
Die Anfahrt ist wie gestern bis San Bartolome und dann weiter hinauf nach Ayacata, wo wir heute keinen Cafe trinken! Es geht weiter über den Degollada de la Hoya de la Vieja und nach Tejada. Leider wird das Wetter immer schlechter, kein Regen aber Nebel, eine richtige dicke kühle Suppe. In Tejeda stärken wir uns und tauen auf. Nach dem Ort kommt ein langer 12 %-tiger Anstieg, uns wird es wieder warm. Oben auf dem Cruz de Tejeda 1500m sind wir die einzigen Radler, wir haben den kompletten Tag fast keinen Radler gesehen. Wir fahren weiter bergauf bis auf 1700m, es ist neblig. Sollen wir weiter bis zum Pico fahren, meine Meinung ist ja, Axel ist auch schnell überzeugt. So fahren wir weiter zum höchsten befahrbaren Punkt der Insel. Und wir haben  Glück die Sonne kommt auf 1800m raus und oben auf 1945m haben wir eine fantastische Aussicht. Wir können sogar kurz den schneebedeckten Teide sehen. Wir fahren bergab nach Ingenio. Hier fahren wir die Steigung herunter auf der jährlich ein Bergzeitfahren stattfindet. Die Straße ist steil und wellig und der Belag geht so. Dort bevor der steile Teil des Anstiegs beginnt, wird gerade die Straße geterrt. Wir können zum Glück unsere Räder an der Baustelle vorbei tragen. Das steile Stück wieder hochfahren, dass wäre unser Tod gewesen. Wir kommen nach Ingenio, steuern durch die Ortschaft und ab El Doctoral ist der Wind wieder auf unserer Seite.
 
 
5. Tag Playa del Ingles - Port de Mogan - Mogan - Soria - Playa del Ingles
 
102 km, 1700 Hm
 
Nach dem harten Tag gestern rollen wir die Küstenstraße nach Port de Mogan. Leider komme uns 3 ältere Italiener ins Gehege. So werden die letzten Anstiege zum Ausscheidungsrennen, dass Axel mit technischen Defekt (Kette abgesprungen) verliert und ich gegen die Südländer gewinne. Wir gönnen uns einen Cafe con Leche in Port de Mogan. Wir unterhalten uns mit einem Österreicher, der uns stotz von seiner gestrigen Tour mit den Saxo Bank - Tinkhoff Profis erzählt. Wir haben die Profis auch am 1. Tag kurz gesehen. Wir radeln hinauf zum  Alto del Salto del Perro. Die Steigung ab dem Abzweig besteht aus unzähligen Kehren und hat einen neuen Belag. Ein Genuss. Wir machen diesmal eine Kaffeepause in Soria und radeln dann bergab zur Küste. Ich spiele Lokomotive und wir rollen so recht flott die leicht abfallende Straße nach Arguineguin. Dann weiter nach Maspalomas zum 3. Kaffee.
 
 
6. Tag Playa del Ingles - Mogan - Ayacata - Santa Lucia - Sardinia - Playa del Ingles

117 km, 2100 Hm

Axel fühlt sich heute nicht so gut und so muss ich alleine los. So kann ich zum Abschluß noch mal eine Fotosafaritour machen. Entlang der Küste nach Port de Mogan, dann hoch nach Ayacata. Heute sind oben am See nicht so viele Autos unterwegs und ich kann auf der schlechten Straße die Ideallinie nehmen. In Santa Lucia mache ich im gleichen Cafe, wo wir vor 3 Tagen waren, Pause. Dann die kurvige Straße nach Sardinia und dann mit Tempo 50-60 ins Hotel. Yeah. Eine super Tour zum Abschluss

Andy

   

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