Eigentlich hatte fast alles dagegen gesprochen. Nach der perfekt und verletzungsfrei gelaufenen Vorbereitung für Roth (und meinem Abbruch wegen heftiger Magenprobleme) war der Trainingsplan für Barcelona schon eine echte Herausforderung für Judith vom TriCamp.

K640 Barcalona Axel Finish

 

Aber von Anfang an: bereits 20h nach meinem Rennabbruch in Roth hatte ich Startplatz, Flug, Hotel und Mietwagen für den Challenge Barcelona-Maresme. Irgendwo musste meine Energie ja hin. Und dann ging es los...erst verrutschte mein Hintern (ISG sagen die Profis dazu), dann fielen ein paar Einheiten der Arbeit (ungern) sowie meinen Nichten und Neffen (sehr gern!) zum Opfer und zu allerletzt bekam ich noch eine brasilianische Grippe (Selbstdiagnose aufgrund der Farbgebung meiner Taschentücher). Wenig zuversichtlich bin ich dann nach Spanien gereist und hatte erst beim Testschwimmen in der sanften Dünung am Samstag das erste mal ein gutes Gefühl...beim Radfahren weniger, denn ich hatte meinen Steuersatz kaputtgeschraubt, so dass meine Lenkung ziemlich geklappert hat.

Der Sonntagmorgen begann mit einem wunderbaren Sonnenaufgang über dem fast glatten Mittelmeer – gemeinsam mit ungefähr 1200 anderen ähnlich in sich gekehrten Sportlern wie mir. Der Schwimmstart vom Strand in die Wellen war auf jeden Fall ein Erlebnis, der meinen Salzbedarf für das Rennen bereits gedeckt hat. Das Schwimmen lief auch gut und locker, nur wunderte ich mich auf der 2 km langen küstenparallelen Strecke, warum es irgendwie lange dauert. Beim Abbiegen zum Wechsel wurde es dann klar, wir hatte heftig Strömung und ich musste gut 30° vorhalten um den Ausstieg zu erreichen.

Die Radstrecke lief auf der Küstenstraße nach Barcelona teils in leichten Wellen, meist jedoch topfeben und auf superguten Asphalt und ich war trotz mäßiger Leistung schön schnell...bis der Himmel auf den letzten 40km die Schleusen öffnete und die eben noch liebliche Straße in einen reißenden und angesteinflößenden Fluss verwandelte.

Pünktlich zum Laufen hat der Regen aufgehört und ich bin so langsam wie möglich losgelaufen. Bis km 16 ging das auch richtig gut und ich schöpfte Hoffnung. So etwas soll man ja nie denken, denn gleich danach sackte mein Kreislauf weg. Ein paar Meter gehen und ein weiteres Maltodextrinfläschen gaben mir wieder Kraft und ich beendete den Marathon mit der zweitschlimmsten Quälerei meines Lebens.

Und dann kam die Ziellinie...und ich konnte wieder richtig gut laufen!

 K640 Barcalona Axel Finish

 

   

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