Glocknerkönig 2012Ein Bericht in der Zeitschrift "Tour" im letzten Jahr hat mich auf das regelmäßig am ersten Juni-Wochenende stattfindende Event aufmerksam gemacht. Kurz zusammengefasst: auf gesperrter Strecke (ab Mautstation) geht es von Bruck am See über 27km aufwärts auf den Großglockner bis zur Gedenkkapelle am Fuschertörl. Es wird auch eine "Light"-Strecke angeboten, die aber die moderaten ersten Kilometer bis zur Mautstation Ferleiten einspart und damit sofort mit zweistelligen Steigungsprozenten startet.

Während der Anreise am Freitag zuvor versprachen Wetter und Vorhersage nichts Gutes: es regnete recht heftig und für den Veranstaltungstag waren zumindest Schauer angesagt. Die nette Dame im Hotel "Woferlgut" machte aber Hoffnung auf Besserung. 

Spätestens ab Samstag wimmelte es in Bruck nur so von Radsportlern. Am Nachmittag bei der Abholung der Startunterlagen konnte man einen Kleidersack mit frischer und warmer Kleidung zwecks Umziehen am Ziel abgeben. Alles sehr gut organisiert und betreut. Schonmal als Hinweis: den Kleidersack sollte man nicht zu arg befüllen; Details später...

Am Samstagabend findet in Bruck eine einzige große Pastaparty statt. So gut wie alle Gastwirte bieten gegen Abgabe des in den Startunterlagen enthaltenen Gutscheins Pasta bis zum Abwinken. Man sollte es natürlich nicht übertreiben :-)

Am Sonntag morgen mäandert die Startaufstellung einmal längs durch die schmalen Straßen von Bruck, auf kompletter Länge gut beschallt. Das Wetter war übrigens Top: strahlender Sonnenschein und angenehme Temperatur. Schon kurz vor 7 Uhr schwebt auch ein Heli (österreichisches Fernsehen?) über den Köpfen, der das Rennen bis zzum Gipfel begleitet. Nach erfolgtem Start pünktlich um 7 Uhr dauert es noch einige Minuten, bis der Startblock 3 sich in Bewegung setzt. Macht aber nix, weil die Zeiterfassung per Transponder erfolgt.

Die eher flachen ersten Kilometer wird ganz gut Gas gegeben; auch im hinteren Teil des Feldes fälllt der Tacho nicht unter 30 km/h. Leider musste man hier auch schon den ersten Sportler neben einem Krankenwagen auf der Straße liegen sehen; war allerdings auch der einzige Unfall den ich gesehen habe.

Ab der Mautstation geht es dann zur Sache; ab jetzt gibt es kein Verschnaufen mehr. Ich habe zum Glück eine 12-32er Kassete montiert und komme bis um Ziel von 39-32 auch nur noch selten runter. Neben den vielen Rennrädern und einigen Mountainbikes haben mich 4 Mädels auf Skikes und ein Einradfahrer beeindruckt. Ein weiterer Exot war ein vollbepackter Reiseradler, der vom Ziel gleich weiter nach Italien wollte.

Ich versuche nicht zu überziehen und meinen Rhythmus zu finden. Der mit zunehmender Höhe stärker werdende Wind macht das nicht gerade einfach: mal Schub von hinten, mal Gegenwind. Es wird auch kühler; am Ziel hat es so geschätzte 7...8°C und ordentlich Wind. In Kombination mit den durchgeschwitzten Klamotten hat das Erkältungs-Potential und ich freue mich auf meinne frischen warmen Sachen. Jetzt kommen auch schon die ersten Sportler entgegen; zum Glück sind alle sehr vorsichtig, besonders in den tw. schlecht einsehbaren Kurven. Die letzten Meter durch ein Spalier anfeuernder Zuschauer machen richtig Laune. Das Umziehen in freier Natur wird spannend: alles mögliche will weggeweht werden. Ich stopfe mein verschwitztes Zeug zurück in den Kleiderbeutel und will den zwecks Abtransport zurückgeben: Pustekuchen! Selber transportieren ist angesagt. Was nun? Also: noch so viel wie geht drüberziehen und den Rest unter die Jacke stopfen. Na prima...

Auf der Abfahrt kommen mir noch etliche Radfahrer entgegen. Die dürfen sich dann später nach Aufhebung der Straßensperre die Straße mit den Autos und Motorrädern teilen, die ich beim Passieren der Mautstation schon Schlange stehen sehe. Im Tal hat's dann schon 25°C, und ich schwitze wie ein Bär. Zurück im Hotel gegen 10:00 Uhr sind meine Mädels auch schon mit dem Frühstück fertig ;-) und der Rest des Tages verläuft entspannt am Pool.

Am nächsten Tag auf der Rückfahrt regnet's dann schon wieder. Glück gehabt...

Hier noch der Link www.glocknerkoenig.com/

 

 

   

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