Nach der Anmeldung des 4er Teams zum 24h Rennen stand für mich gleich wieder fest, ich fahre wieder als Begleitung zur moralischen Unterstützung mit.

 

2 Tage bevor es losging und der Wetterbericht gutes Wetter hervor sagte und ich mich dank wöchentlichem Training mit Tobias richtig fit fühlte, habe ich kurz entschlossen zu Christian gesagt: „Ich fahre das Jedermannrennen über 25km“. Also wurden am Freitag beide Räder aufgesattelt und los ging es Richtung Nürburgring. Das Wetter war wie hervorgesagt bestens. Bei 30 Grad Außentemperatur kämpften wir uns tapfer durch die Staus ohne zu wissen, dass der Längste noch auf uns wartet. Vor den Toren des Rings ging für ca. 3 Stunden gar nichts. Nach 21 Uhr haben wir dann beschlossen, ich mache mich auf zum Fußmarsch um die Startunterlagen zu holen und ich musste mich ja noch für das Rennen am Samstag anmelden. Nachdem ich alle Unterlagen hatte und ich wieder Richtung Auto gelaufen bin, hat es Christian tatsächlich einige Meter vorwärts geschafft. Irgendwann nach 23 Uhr haben wir dann auch endlich unsere Parzelle bezogen. Nach einem kleinen Spaziergang hieß es ab in die Schlafsäcke und Schlafen. Schließlich stand uns am nächsten Tag ein anstrengendes Rennen und eine noch kürzere Nacht bevor.

Nach einem gemütlichen Frühstück bei herrlichem Sonnenschein stieg langsam die Aufregung. Das erste Radrennen und dann noch auf einer anspruchsvollen Strecke mit 500HM auf 25 km und einer Steigung bis 17%. Aber das schaffe ich schon. 13 Uhr hieß es Startaufstellung einnehmen und warten auf das Startsignal. Das Feld der 25 km-Fahrer war sehr übersichtlicht. Das erste Mal keimte der Gedanke auf  ein vorderes Plätzchen in der Altersklasse wäre doch nicht schlecht. Also Gas geben und alles raus holen was nur geht.

Die ersten Kilometer liefen richtig gut. Dort ging es die meiste Zeit bergab und es waren nur kleinere Hügel zu überwinden. Aber dann kam die große Herausforderung. Die lange Steigung Richtung Hohe Acht begann. Gleißende Sonne, kein Lüftchen und kein Schatten weit und breit. Die ersten haben sich unter Bäume am Fahrbahnrand geflüchtet oder sind zu Fuß unterwegs. Denn wie heißt es so schön „wer liebt der schiebt“ ;-) Nein, das gilt aber nicht für mich. Eine Runde muss ohne schieben gehen. Also Zähne zusammenbeißen und durch. Der Kopf hämmert und hat schon fasst das Rot einer Ampel erreicht. Dann kam Christian von Hinten herangefahren „du schaffst das“. Ich nur noch „ich fall gleich vom Rad“. Dank Kampfgeist schaffe ich es aber doch einige Leidensgenossen am Berg zu überholen. Das baut auf. Also weiter geht es den Berg hinauf. Dann endlich nach einer kleinen Flachpassage die letzten steilen Meter zur Hohen Acht. Noch mal Gas geben und das zuletzt Gelernte beim Radtraining am Berg umsetzten. Reintreten was geht. Neben mir nur noch ein erstauntes „Oh“. Dann kommt die langersehnte Verpflegungsstelle in Sicht, endlich oben. Das Schlimmste wäre damit geschafft. Nun geht es noch recht hügelig die letzten Kilometer Richtung Ziel. Aber auch diese fordern noch mal die Kräfte. Die letzte Kurve, die Zielgerade ist in Sicht. Nun noch mal alles rausholen und mit Vollgas über die Ziellinie. Geschafft aber glücklich.

 

Ab jetzt hieß es nur noch die restliche Zeit am Nürburgring genießen, Verpflegung für die 24h Fahrer holen und Fotos vom Renngeschehen machen. Auch als Begleitung ist es ein tolles Erlebnis dabei zu sein. Ich bin beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei.

 

   

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