Die Eifel und das Wetter… Nach dem wir schon 2008 schlechtes Wetter am Ring erlebt haben, freuten wir uns diesmal richtig auf das 24h Erlebnis. Der Wetterbericht meldete bestes Spätsommerwetter. Um das Wochenende gemütlich starten zu können sind wir schon Freitagabend angereist. Geplant war, dass wir unsere zugewiesene 24h-Box beziehen und uns anschließend einen schönen Abend im Ringboulevard machen, über die Radmesse schlendern und uns mit einer großen Portion Pasta stärken. Wie so oft im Leben kam alles anders! Den Abend haben wir vor den Toren des Nürburgrings mit vielen anderen Teilnehmern im Stau verbracht. Die Stimmung war trotz verspätetem Einlass nicht schlecht und alle haben brav gewartet und gewartet… Die Pasta haben wir somit auch im Auto genossen. Nach dem wir 23 Uhr endlich drin waren, haben wir noch mit unseren netten Box-Nachbarn geplaudert und dann haben wir uns in den Schlafsack verkrochen.

Wir wussten ja, die nächste Nacht wird länger und anstrengender. Am nächsten Morgen hat uns tatsächlich die Sonne geweckt und der Himmel war strahlend blau. Nach einem ausgedehnten Frühstück in der Sonne konnten wir uns im Start/Ziel- und Boxenbereich etwas umschauen und uns für das Rennen vorbereiten.  Manja war schon ganz aufgeregt vor ihrem ersten Rennen und ich habe mich auch schon gefreut, dass es bald los geht. Da unser Team kurz vor dem Start noch nicht vollständig war, haben wir entschieden, dass ich in die erste Runde gehe. So machten wir uns gegen 13 Uhr auf den Weg zum Start. Manja zum 25km-Rennen und ich zum 24h-Rennen. Die Wartezeit am Start verging zusammen mit Andreas und Markus recht schnell und wir sind pünktlich auf die erste Runde losgelassen worden. Schnell bewegt man sich auf die erste Rechtskurve zu und versucht konzentriert zu bleiben um nicht in einen Sturz verwickelt zu werden. In hohem Tempo geht es um die Grandprix Strecke und hinaus auf die Nordschleife. Ich hatte mir vorgenommen mich von dem hohen Anfangstempo nicht mitreisen zu lassen aber es ist doch verlockend und ich hefte mich ans  Hinterrad einer schnellen Gruppe. Mein Puls ist weit oben aber es macht riesig Spass mit hohem Tempo Richtung Fuchsröhre zu fahren in der dann mein Tacho 91 km/h anzeigte. Das hohe Tempo ist am Anstieg zur Hohen Acht schnell dahin.  Ich versuche mein Rhythmus zu finden und meinen Puls zu beruhigen. Es ist alles noch unruhig um einen herum, ich bin die ganze Zeit damit beschäftigt meinen Puls wieder unter 170 zu bekommen. Das erste Mal sind die 17% zur Hohen Acht gar nicht so steil, die Beine melden hier noch genug Power. Es geht wieder abwärts zurück Richtung Start/Ziel. Ich schaue mich um und finde auch eine gute Gruppe für den Rückweg. Am Anfang ist das noch kein Problem. Nach 52min ist die Runde schnell vorbei und ich übergebe die Flasche mit unserem Transponder an Roman. Der fliegende Wechsel klappt hervorragend und er fährt seine erste Runde auch verdammt schnell (48min). Nun ist auch unser Team mit Hermann und Moni komplett und ich kann drei Runden Pause machen. Die Strategie steht fest und wir wechseln bis zum späten Abend jede Runde. Die erste Pause vergeht sehr schnell. Ein wenig umschauen, Essen besorgen, Siegerehrung von Manja (2. Platz in der AK) und schon stehe ich wieder startklar an der Strecke und übernehme die Transponderflasche von Hermann. Meine zweite Runde ist etwas langsamer aber vom Gefühl her auch deutlich angenehmer zu fahren. Meine Beine sind noch gut und ich kann mit verschiedenen Grüppchen gut mitfahren. So macht die „Grüne Hölle“ Spass, mit hohem Tempo um die Kurven und immer auf der Suche nach Windschatten Richtung Zielgerade bolzen. Nach meiner zweiten Runde konnte ich auch die Pause besser genießen, dem Rennen zuschauen, nichts tun und Essen… Als ich ca. 20.15 Uhr in meine dritte Runde ging wusste ich noch nicht dass diese die schlimmste werden sollte. Der Kuchen ist wohl meinem Magen nicht so gut bekommen. Ich habe kaum noch Windschatten spendende Gruppen gefunden und die Hohe Acht war auch viel steiler wie sonst. Ich war froh als wir unsere Strategie für die Nacht umstellten. Zwei Fahrer haben in der Nacht zweimal direkt hintereinander gewechselt. Ich konnte mich somit bis nach Mitternacht gut erholen und auch ein Stündchen schlafen. Roman und Hermann übernahmen die erste Hälfte der Nacht und Moni und ich die zweite. Bei finsterer Dunkelheit aber sehr angenehmen Temperaturen ging es für mich ca. 2.40 Uhr wieder auf die Nordschleife. In den sehr frühen Morgenstunden habe ich mich sehr wohl gefühlt und die zwei Runden liefen ganz gut. Nach einem guten Müsli und viel Kaffee zum Frühstück ging es für mich ca. 8.30 Uhr in die letzten Runden.

Ich bin 2010 mit dem Ziel Erfahrung zu sammeln und Spass zu haben zum Nürburgring gefahren. Ich hatte die Tage sehr viel Spass und das mit tollen Leuten und schönstem Wetter!

Wenn ich mir die Bilder von dem Rad am Ring Wochenende so anschaue erwischt man sich bei dem Gedanken ans nächste Jahr. Ich freue mich schon darauf, vielleicht mit dem Ziel unter die Top 100 im 4er Team…

   

Vereinskalender  

   
© 2017 - Bosch Radsportgruppe e.V.