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 Lila Logistik Charity Bike Cup Race 2014 - vom Rennradneuling

Eigentlich sollte es ein gemütlicher Fahrradherbst werden. Aber Roland vom Fe-Mittwochstraining fieberte schon das ganze Jahr auf den Cup hin. Als sich dann auch Jochen und Michael anmelden, war mein Widerstand dahin. Wetteraussichten ok und meine Leistungsdaten ausreichend. Ab ins zweite Rennen meiner ersten Saison. Hochgradige Nervosität setzt ein.

Beim Start in Heimerdingen beeindruckt die Kulisse: Bühne mit Teamvorstellung, etwa 460 Radler am Start. Gut, dass die Kollegen den Tipp gegeben haben, in der neutralisierten Einführungsphase nach vorn zu fahren, wenn man Ambitionen hat. Und wenn schon Rennen, denn schon Rennen!

Die Sonne kommt raus, super! Am Start stehen mit Jens Voigt & Co. ist ne coole Sache. Mein Team geht als letztes auf die Reise. Nach vorne kommen ist mühsam, wärmt aber auf. In Eberdingen sind höchstens noch 100 vor mir. Roland, mein Hinterrad zum Festhalten, ist in Reichweite.

Der Startschuss - endlich. Beim ersten Anstieg nach Heimerdingen wird ein höllisches Tempo vorgelegt, Puls 188, um am Ende der vorderen Gruppe dranzubleiben. Trotzdem fahren einige weg. Unerwartet rettet uns der „Feurige Elias“ - ungeplante Neutralisierung am Bahnübergang. Bis zum zweiten Anstieg nach Heimerdingen passiert nix. Dort bleibe ich stecken und komme nicht an die neuerliche Fluchtgruppe ran. Mit Roland fahre ich bei den Verfolgern. Die arbeiten aber nicht recht mit.

 Charity Race 2014

In der Gruppe wird es wohl eine TOP20-Platzierung werden - dachte ich, bis einer in der Gruppe kreuzt und vor mir zwei auf der Straße landen. Mein Rad konnte bremsen, ich leider nicht. Außer mir liegen noch drei rum. Einer jammert. Mir und dem Bike scheint nicht viel passiert zu sein, den anderen auch. Ich warte bis für die ein Begleitfahrzeug kommt und fahre alleine weiter. Jetzt habe ich Zeit, ein paar jubelnde Kids abzuklatschen. Die haben sich gefreut – und ich mich auch!

Ich schnappe die Gruppe vor mir noch zur Hälfte. Ergebnis: Platz 93 nach dem Sturz und die Erkenntnis, dass ich eher vorne mitfahren kann. Roland wurde 12. und in seiner Altersgruppe 3. Super Leistung, Glückwunsch!

Nach dem Rennen melden sich meine Rippen und ich darf zur Sicherheit im Rettungswagen ins Krankenhaus anstatt einen gemütlichen Kaffee zu trinken und dem Treiben noch zuzusehen. Alle Organe vollständig am Platz, die Rippen haben auch keine Gelenke dazu bekommen, sind nur geprellt. Dafür machen die ganz schön Ärger.

Alles zusammen ein super Event. Unbedingt empfehlenswert. Ich hoffe auf größere Bosch-Teamstärke nächstes Jahr ;-)

Sven

 

   

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